Collection: Fernando Gaspar

Fernandos Karriere begann 1986, und seither arbeitet er mit renommierten Institutionen und Kunstgalerien in Portugal, den USA, dem Vereinigten Königreich, Schweden, Italien und Deutschland zusammen, wo er auch vertreten ist.

Bis heute hat er über siebzig Einzelausstellungen realisiert, und seine Arbeiten wurden mit mehreren nationalen Preisen und Auszeichnungen geehrt.

Seine Werke finden sich in öffentlichen, institutionellen und privaten Sammlungen in Portugal, Spanien, Frankreich, den Niederlanden, China, Belgien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Dänemark, Italien, Kanada, Kolumbien, Schweden, Deutschland, Brasilien und den USA.

Im Laufe der Jahre hat sich die Plastizität seiner Kunst zu einem zunehmend reflektierten und zeitgenössischen Stil entwickelt, der von einer starken und unverkennbar unabhängigen Sprache geprägt ist.

Statement

In meiner Arbeit spielen Farbe und Linie eine zentrale Rolle – oder vielleicht nicht mehr, als das, was von ihnen wahrgenommen wird. Entscheidend ist, was sie beide ausdrücken, ob vereint oder getrennt, sichtbar oder verborgen, oder auch das, was sie auseinanderhält. Es ist wichtig, von diesem Leben zu sprechen, das sich zwischen zwei Welten erstreckt, beide neu: der alten, in die wir nicht mehr passen, und der neuen, an die wir uns beharrlich anpassen müssen. Ebenso wichtig ist es, über diese Zeit zu sprechen, über den katalytischen Moment, in dem alles wieder von Neuem beginnt. Es geht darum, zu sein, die Verbindung zwischen Hand und Kopf zu spüren, die Sicherheit des Vertrauten mit der Frische des Werdens zu vereinen. Aus diesem Spannungsfeld entsteht das Werk. Figuration dominiert, oder Abstraktion siegt im widerspenstigen Bruch mit dem Abkommen. Zunächst macht es die Herkunft deutlich, nur um sich im nächsten Moment fast spielerisch zu lösen, die mütterliche Spur zu durchbrechen und neue Wege zu suchen.

Auch wir sind all dies: Erinnerung und Erfindung, Stille und Lärm, Frieden und Unruhe. Als Mensch und Künstler fühle ich mich genau dazwischen, im Übergang.

Meine Malerei – oder das, was von ihr übrig bleibt, sei es Ding oder Nichts – ist nichts anderes als der sichtbare Ausdruck dieses Daseins, dieses „So-Seins“. Ohne formale Schule, wild und eigensinnig, entsteht sie und entfaltet sich auf den weichen Oberflächen des Papiers, in den Spannungen der gewebten Leinwand, auf einem bearbeiteten Untergrund, wie ein sorgsam gehüteter Palimpsest, als würde man einen Ort für eine Zeremonie vorbereiten. Jedes Werk, einzigartig wie das erste, vertraut wie ein Kind, ist immer die Summe dessen, was ihm vorausging – Tore, die sich für das Nächste öffnen, Elemente, die nach keinem universellen Gesetz getrennt werden können. Es ist eine Übung, ein intimer Akt, der mir hilft, das Unfassbare zu verstehen, um mich in diesem so köstlichen Wahn selbst zu begreifen.

Fernando Gaspar